abkochen


abkochen
ab|ko|chen ['apkɔxn̩], kochte ab, abgekocht:
1. <tr.; hat
a) durch Kochen keimfrei machen:
das Trinkwasser abkochen.
b) durch Kochen einen Extrakt (aus etwas) gewinnen:
[Heil]kräuter abkochen.
c) (selten) bis zum Garsein kochen:
Eier, Kartoffeln abkochen.
2. <itr.; hat im Freien kochen:
hier haben die Pfadfinder abgekocht.
Syn.: Essen bereiten, Essen machen, Essen zubereiten.

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ạb||ko|chen 〈V.; hat
I 〈V. tr.〉
2. durch Kochen keimarm machen
3. 〈umg.; Sp.; bes. Boxen〉 durch Schwitzen abnehmen
● Milch \abkochen; vor einem Kampf einige Kilo \abkochen
II 〈V. intr.; Mil.〉 im Freien kochen

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ạb|ko|chen <sw. V.; hat:
1.
a) (seltener) bis zum Garsein kochen:
Futterkartoffeln, Eier für den Salat a.;
b) durch Kochen keimfrei machen:
wir mussten das Trinkwasser a.;
c) durch Kochen ausziehen:
[Heil]kräuter a.
2. (salopp) (jmdn.) zermürben, erledigen, fertigmachen:
sich nicht a. lassen.
3. (salopp) schröpfen, ausnehmen:
sie haben ihn beim Skat ganz gehörig abgekocht.
4. (Sportjargon) vor einem Kampf [durch Schwitzen] sein Körpergewicht in kurzer Zeit verringern [um für eine bestimmte Klasse zugelassen zu werden]:
eine Woche vor dem Fight musste der Europameister noch [2 Kilo] a.

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Abkochen,
 
Textiltechnik: 1) Entbasten, Degummieren, Abziehen, das Behandeln von Rohseide mit heißen Seifenlösungen, um den Seidenbast zu entfernen und dadurch Glanz und Griff zu erreichen. Völliges Abkochen ergibt Cuiteseide, teilweises Abkochen Soupleseide (Seide). 2) das Behandeln von Baumwollgarnen oder Geweben vor dem Bleichen oder Färben, um die natürlichen Verunreinigungen (Fette, Wachse u. a.) zwecks besserer Saugfähigkeit zu entfernen.

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ạb|ko|chen <sw. V.; hat: 1. a) (seltener) kochen (bis etw. gar ist): Futterkartoffeln, Eier für den Salat a.; b) durch Kochen keimfrei machen: wir mussten das Trinkwasser a.; c) im Freien kochen: die Pfadfinder kochen ab; Um vier Uhr früh, als sie abkochen, ist klarer Sternenhimmel (Trenker, Helden 158). d) durch Kochen ausziehen: [Heil]kräuter a. 2. (salopp) (jmdn.) zermürben, erledigen, fertig machen: sich nicht a. lassen. 3. (salopp) schröpfen, ausnehmen: sie haben ihn beim Skat ganz gehörig abgekocht; Sie taten nur schön mit ihm, wenn es bei ihm etwas abzukochen gab (Apitz, Wölfe 104). 4. (Sport Jargon) vor einem Kampf [durch Schwitzen] sein Körpergewicht in kurzer Zeit verringern [um für eine bestimmte Klasse zugelassen zu werden]: eine Woche vor dem Fight musste der Europameister noch [5 Pfund] a.; zweieinhalb Kilogramm Übergewicht, ... die könne er bis zum ... Showdown ... nicht mehr „abkochen“ (Spiegel 38, 1989, 218).

Universal-Lexikon. 2012.

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